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Am 19. September 2025 feierte das FABRIC – Future Fashion Lab einen Meilenstein: In der Hamburger Galleria Passage (Große Bleichen) wurde die erste gemeinschaftliche Kollektion der Öffentlichkeit präsentiert. Über mehrere Monate hinweg entwickelten fünf Hamburger Designer*innen eine gemeinsame Vision – lokal produziert, technologisch innovativ und tief verwurzelt im Handwerk. Neben meinen Entwürfen vereint die Kollektion die Handschriften von Jochen Ambacher, Masoumeh Shariatnaseri, Mone Unmüßig und Simone Ball.
Mein Beitrag: Das Spiel mit Transparenz und Vielseitigkeit
In diesem kollaborativen Prozess habe ich mich einer persönlichen gestalterischen Herausforderung gestellt: Textildruck mit dem Direkttransferdruck auf Seide.
Das besondere dabei war eine Kleinserie zu produzieren mit einem stark in der Größe limitierten Druckbett, welches eigentlich nur für das Bedrucken T-Shirts gedacht ist und nicht für Meterware oder größere textile Flächen.
Aber das konzentrierte und konsequente Umdenken, hat es ermöglicht zarte und leichte Accesoires zu entwewrfen und zu produzieren.
Ebenso habe ich auch mit der Wandelbarkeit der gewebten Fläche gespielt und habe eine Möglichkeit für ein handgewebtes Unisex-Kleidungsstück entworfen, welches als Rock oder Tuch über dem Oberkörper getragen werden kann. Dabei spielt meine Vision für eine urbane und auch sichtbare Produktion von handgewebten Flächen eine wichtige Rolle:
Die Reaktivierung kleiner, urbaner Handwebereien ist für mich weit mehr als bloße Nostalgie – sie ist eine bewusste Antwort auf die Anonymität der globalen Modeindustrie und schafft im Idealfall eine neue Form der Sichtbarkeit: Konsument*innen erleben unmittelbar den hohen Zeitwert und die handwerkliche Komplexität, die in jedem Zentimeter Stoff steckt. Diese Transparenz fördert nicht nur die Wertschätzung für das Produkt, sondern ermöglicht ein modernes Modell der Fertigung. Durch die lokale Produktion vor Ort können wir Überproduktion konsequent vermeiden und präzise Kleinserien on-demand fertigen. Die räumliche Nähe zum Kunden eröffnet zudem den Raum für echte Co-Creation: Individuelle Wünsche können direkt in den Webprozess einfließen, wodurch Produkte mit höchster persönlicher Relevanz entstehen. So wird die potenzielle Werkstatt in der Hamburger Innenstadt zum Ort für Innovation, in dem handgewebte Flächen und moderne Bedürfnisse zu einer nachhaltigen Einheit verschmelzen.
55555 Desinger*innen:
Jochen Ambacher (Made auf Veddel)
Masoumeh Shariatnaseri (CHASHO)
Nicole Kiersz
Mone Unmüßig (oHneH)
Simone Ball (re-re)
Projektleitung:
Suzanne Darouiche
Foto:
Charlotte Hafke
Nicole Kiersz
Model: Marc Ritz
Styling: Linda Sakallah
H & M: The Face Academy